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WIR FÜR GOTHA

Programm

Gotha Stadt mit Zukunft – gemeinsam gestalten

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gotha,

wir können stolz sein auf unsere schöne Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten und dem reichen kulturellen Erbe, das es zu erhalten und weiter hervorzuheben gilt.

Aber Gotha adelt nicht nur, sondern es gibt auch noch eine Menge zu tun!

Denn die Welt verändert sich rasant, und auch Gotha steht vor großen Herausforderungen: schrumpfende Kommunalfinanzen und finanzielle Unsicherheiten weltweit, Klimawandel, Energiewende und eine alternde Bevölkerung. Auch in Gotha brauchen wir deshalb neue Ansätze in der Kommunalpolitik, um Zukunft zu gestalten. Um gute Lösungen zu finden, benötigen wir mehr und bessere Informationen, bevor Entscheidungen fallen und mehr Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Wir brauchen für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Stadt Menschen, die mitreden, mitplanen, mitentscheiden und Verantwortung übernehmen. Das gilt besonders in Zeiten knapper Kassen.

Wir wollen Bürgerbeteiligung in allen Bereichen kommunalen Handelns verankern. Das heißt zum Beispiel bei städtebaulichen Planungen oder Verkehrsplanungen, die Bürger frühzeitig zu informieren und durch Planungs- und Zukunftswerkstätten zu beteiligen. In die Haushaltsplanung sollen die Bürger durch einen Bürgerbeteiligungshaushalt einbezogen werden.

Grundprinzip für die Entwicklung unserer Stadt ist für uns Nachhaltigkeit. Dies bedeutet, alle Entscheidungen auf Zukunftsbeständigkeit und Dauerhaftigkeit auszurichten. Dabei sind die globalen Auswirkungen unseres Handelns zu berücksichtigen. Dieser Grundsatz „global denken – lokal handeln“ ist in der Lokalen Agenda 21 unserer Stadt formuliert, die von der Freien Wählergemeinschaft 1996 begründet und wesentlich mitgestaltet wurde.

Gemäß der indianischen Weisheit „Wir haben diese Erde nur von unseren Kindern geliehen“ tragen wir eine große Verantwortung für die Sicherung der Lebensgrundlagen der Generation unserer Kinder und Enkel. Dabei muss die Stadtverwaltung Vorbild sein.

Gemeinsam möchten wir Strategien für eine zukunftsfähige Stadtpolitik entwickeln und Gotha im Wettbewerb der Städte und Regionen als Stadt mit Zukunft gestalten.

Das möchten wir mit Ihnen gemeinsam erreichen:

Verbesserung der Lebensqualität in Gotha durch

  • Stärkung der Familie als kleinster lebenswichtiger Einheit unserer Gesellschaft und Gestaltung einer familien- und kinderfreundlichen Stadt
  • sozialverträgliche Gebühren in Kindertagesstätten
  • Bildung von Gemeinschaftsschulen zur Bereicherung der Gothaer Schullandschaft
  • Unterstützung des Landkreises bei der Sanierung des Gymnasiums Ernestinum
  • Mehrgenerationenprojekte, Nachbarschaftshilfen, Selbsthilfegruppen, Verbesserung des Wohnumfeldes, Naturpflege
  • Verbesserung der ärztlichen Haus- und Facharztversorgung
  • mehr Sicherheit und Sauberkeit in unserer Stadt, gemeinsam durch Ordnungsbehörden und Bürger

Nachhaltige Stadtentwicklung durch

  • Stärkung der historischen Altstadt durch Nutzung der dort vorhandenen Potentiale – Ansiedlung weiterer attraktiver Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen auf Brachflächen und in Leerständen
  • Entwicklung der Flächen an der „Gartenstraße“ mit Anlage eines Grünzuges, entsprechend dem Stadtentwicklungskonzept „Gotha – Leben zwischen Grün und Kultur“
  • Sanierung des Gothaer Straßennetzes
  • konsequenten Ausbau der Fahrradwege gemäß Radwegekonzept
  • Erhöhung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs, u. a. durch Verhandlungen zur Sanierung des Hauptbahnhofes
  • Entwicklung und Umsetzung eines Stadtteilkonzeptes für den Bereich Mohrenviertel – Hersdorfplatz – Heutalsweg
  • Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes für die Plattenbaugebiete
  • barrierearme Wohnkonzepte für ältere und behinderte Bürger
  • Stadt- und naturverträgliche Lösungen für die Verlegung der B 247 aus den Wohngebieten Gotha-Ost und die Umfahrung der B 7 in Siebleben
  • Sicherung und Ausbau der Naherholungsgebiete

Stärkung der regionalen Wirtschaft und aktive Gestaltung der Energiewende durch

  • Wirtschaftsförderung mit dem Ziel, vorhandenes Gewerbe zu stärken und innovative Firmen anzusiedeln
  • Unterstützung der Gothaer Firmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses
  • Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe mit Förderung von nachhaltiger Wirtschaftsweise und nachhaltigem Konsum
  • aktive Gestaltung der Energiewende: gemeinsam mit den Bürgern und städtischen Unternehmen
  • Klimaschutz und Wertschöpfung in der Region sichern
  • Ausweisung von Flächen für Windenergie und Photovoltaik
  • Errichtung einer Bioenergieanlage zur Verwertung von Bioabfällen, Laub und Grünschnitt aus Grünanlagen und Gärten gemeinsam mit dem Landkreis
  • Initiativen für nachhaltige Mobilität
  • Beratungsangebote und Begleitung für energetische Gebäudesanierung in Gotha

Förderung von Kultur, Sport und Tourismus

Die kulturellen Traditionen sind ein wesentlicher Identität stiftender Faktor für unsere Stadt und auch ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Deshalb gilt es zielgerichtet die vorhandenen kulturellen Angebote zu sichern und auszubauen sowie Sport und Vereine zu fördern. Deshalb wollen wir uns im Stadtrat einsetzen:

  • für ein klares Bekenntnis zur 360-jährigen Orchestertradition in Gotha: Erhalt der Thüringen-Philharmonie
  • die nationale Bedeutung des kulturellen Erbes von Schloss Friedenstein mit seinen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen für den Tourismus stärker nutzbar zu machen.
  • für die Sanierung des Südbades auf Grundlage eines realistischen Konzeptes mit solarer Badewassererwärmung
  • für Förderung und Unterstützung der verschiedenen Kultur- und Sportvereine insbesondere für ihre Jugendarbeit
  • für erforderliche Sanierungen an Gothaer Sportstätten unter Einbeziehung der jeweiligen Sportvereine als Nutzer der Sportstätten

Selbstverständnis der FWG

Die FWG ist eine Vereinigung von Gothaer Bürgern, die sich für ihre Stadt engagieren und seit der Wiedervereinigung 1990 in ihrer Stadt Verantwortung übernommen haben. Unsere Unabhängigkeit ist unsere Stärke. Wir sind keine Partei und müssen keine Rücksicht auf Parteiinteressen nehmen. Wir finanzieren uns im Gegensatz zu den Parteien nicht aus Steuermitteln und fordern seit Jahren, dass dieser Verschwendung von Steuergeldern Einhalt geboten wird.

Toleranz gegenüber Andersdenkenden ist eine selbstverständliche Grundhaltung der Freien Wähler. Extremistische Tendenzen lehnen wir ab. Gegenüber jeglichen Ideologien haben wir ein distanziertes Verhältnis. Eine gesunde Skepsis muss man sich gegenüber jenen erhalten, die für alle Probleme ein schnelles Patentrezept zur Hand haben. Eigenes Nachdenken und eigene Verantwortlichkeit sind durch nichts zu ersetzen.
Die Freie Wählergemeinschaft Gotha ist aus der politischen Wende 1989 hervorgegangen. Die Gründungsmitglieder der FWG hatten maßgeblichen Anteil an der Bürgerbewegung 1989/1990 und der demokratischen Umgestaltung in unserer Stadt.
Seit 1990 ist die FWG als Fraktion im Stadtrat aktiv tätig und prägte auch durch die Verantwortung in der Führung von Dezernaten maßgeblich die Entwicklung in der Stadt mit. Bärbel Schreyer, unsere Vorsitzende, war von 2000 bis 2006 Dezernentin für Finanzen, Kultur, Schule, Jugend und Sport, Dietrich Wohlfarth, Stellvertretender Vorsitzender der FWG, war von 1994 bis 2000 Baudezernent.